Schleppleine

Im Klartext: So triezt der Mensch den Hund.

Schleppleine

Beitragvon lilly am 19.01.2011, 09:51

Hallo zusammen,

wer von Euch hat mit einer Schleppleine schon gearbeitet und wie sind Eure Erfahrungen?

Ruby läuft an der 10 m dünnen Schleppleine (natürlich nur abseits von Straßen). Ich behandle diese Leine als wäre sie für mich unsichtbar, d.h. ich verhalte mich so als würde sie komplett freilaufen. Kommt ein anderer Hund oder Leute ruf ich sie zu mir und leine sie an die kurze Leine an. Die Schleppleine ist also nur der Rettungsanker wenn sie losrennt und nicht mehr hört. Und genau hier haperts: Sie hört wirklich recht gut mittlerweile wenn wir alleine unterwegs sind. Kommt jemand hab ich nur eine Chance wenn ich früher reagieren kann als sie. Hat sie schon gesehen, dass jemand kommt, muss sie unbedingt hinlaufen und begrüßen (was ich natürlich durch die Schleppleine dann unterbinden kann, wenn ich nicht gerade wirklich penne). Hört sich ja eigentlich gut an aber ich habe mittlerweile Bedenken ob wir jemals wieder von dieser 10 m Leine wegkommen. Sie ist jetzt 8 Monate wir haben die Schleppleine schon mind. 3 Monate dran. Wir üben auch fleissig in der Hundeschule aber so richtig haben wir den Bogen noch nicht raus oder dauert das noch?

Liebe Grüße,
lilly
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Re: Schleppleine

Beitragvon Sunnii am 19.01.2011, 18:12

Hallo,

also bei Leila hat es etwa 15 Monate gedauert. Ähnlich wie bei euch hörte sie gut, wenn wir alleine unterwegs waren. Sind wir anderen Hunden begegnet war Durchzug in den Ohren angesagt. Da war gar nichts mehr mit hören.
Wir haben die Schleppleine immer mal wieder benutzt und geübt. Irgendwann hat es dann geklappt und ich konnte mich auf sie verlassen. Wir haben unterschiedliche Kurse in der Hundeschule belegt. Fährtenarbeit, Agility, immer mal wieder was wo sie sich konzentrieren mußte. Und immer wieder Geduld und üben, üben.
Mittlerweile kann ich sie in so ziemlich jeder Situation abrufen.

Lieben Gruß,

Anja
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Re: Schleppleine

Beitragvon lilly am 19.01.2011, 18:22

Hallo Anja,

jetzt bin ich doch etwas erschrocken wegen den 15 Monaten. Da haben wir ja noch ein bißchen vor uns :wink:
Aber wenn dass bei uns auch so klappt wie bei Euch, dann nehm ich die halt in Kauf. Wenn sie die restlichen 13 1/2 Jahre gut hört, dann geht das ja noch. :roll:

Die anderen Hunde in der Hundeschule sind im Spiel schon besser abrufbar, sind aber auch andere Rassen, die Terrier sind bestimmt nochmal anders als z.B. ein Labie.

Also einfach weiterüben und nicht auf den Kalender schauen......So ab und an lass ich die Schleppleine weg und lass sie laufen. Meistens wenn die Kinder mitgehen, sonst tappt doch meistens einer drauf und das ist für Ruby auch nicht so prickelnd, wenns dauernd stoppt...."oh sorry Ruby".....Aber das traue ich mich nur auf Waldwegen die breit sind und man weit schauen kann
oder es ist noch ein anderer Hund dabei von dem ich weiß, dass er verlässlich kommt, dann rennt meine nämlich auch nicht weg.
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Re: Schleppleine

Beitragvon Sunnii am 19.01.2011, 19:04

Das kommt mir alles sehr bekannt vor. :) Hundeschule war in der Welpen und Junghundegruppe manchmal total frustrierend für mich. Wirklich alle anderen Hunde haben gehört (andere Rassen, z.b. ein Mops, kein Vergleich zum lakie), nur meine nicht. Dachte schon, Leila lernt das nie. Und es hat ja auch lange gedauert. Aber wir hatten eine sehr nette Trainerin, die immer wieder Tipps gegeben hat.
Wir sind immer wieder auf die große Wiese an der Ruhr gegangen und haben geübt. Heute haben wir keine Probleme mehr.
Also dran bleiben. Vielleicht geht es bei Ruby auch schneller. Leila ist unser erster Hund und wir waren vielleicht nicht immer konsequent genug.
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Re: Schleppleine

Beitragvon lilly am 20.01.2011, 13:49

Hallo Anja,

Ruby ist auch unser erster Hund. Ich hoffe sie wird auch mit dem Alter etwas reifer, würde ihr gut stehen :P
Wir haben bestimmt auch einige Fehler gemacht am Anfang und machen bestimmt immer noch welche. Aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben. Wir bleiben auf jeden Fall dran, drück uns die Daumen.....

Liebe Grüße,
lilly
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Re: Schleppleine

Beitragvon orchidee76 am 20.01.2011, 14:27

Info
Es gibt schon einen Thread zum Thema Schleppleinen :wink:
Beim nächsten mal einfach mal die Suchfunktion nutzen :wink:
viewtopic.php?f=11&t=55


Grüße
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Re: Schleppleine

Beitragvon Chiyo am 20.01.2011, 15:43

Hallo,

Sunnii hat geschrieben:Heute haben wir keine Probleme mehr.

darauf kannst Du stolz sein. :D Ganz so gut läuft es bei uns nicht, d.h. Ellis und Mieke können nicht überall zu jeder Zeit frei laufen. Ellis ist einigermaßen unkompliziert. Auch wenn man plaudernd oder träumend durch die
Gegend läuft, bleibt sie dicht bei uns. Aber bis es so weit war, war sie 3 Jahre alt. Und was passieren würde, wenn ich sie in der Dämmerung im Wald von der Leine ließe, weiß ich nicht und will es auch nicht ausprobieren. :nein:

Mit Mieke ist Freilauf so eine Sache. :oops: Wenn ich mich nicht auf sie konzentriere, ist sie schnell der Meinung, daß sie sich andernorts besser amüsieren kann. Sie tendiert weitaus mehr zum Abhauen als Ellis und sie bleibt vor allem länger weg. :shock: Es ist also wichtig, Mieke zu beobachten und zu merken, wenn sie eine Spur entdeckt hat und ob sie sich immer weniger an mir orientiert. Wenn ich sie rufe, bevor sie beschlossen hat abzuhauen, ist alles okay und ich kann sie anleinen. Mieke muß zwischendurch immer mal wieder beschäftigt werden, wenn sie ohne Leine läuft und ich muß sie im Auge behalten. Auf alle Fälle sollte ich Hasen und Katzen vor ihr sehen, wenn sie frei läuft. :roll:
Es ist für mich also durchaus einfacher und entspannender, sie an der 5 m-Schleppleine (bzw. an ganz faulen Tagen an der 8m-Flexi) zu lassen, wenn ich nicht aufpassen möchte.

orchidee76 hat geschrieben:Es gibt schon einen Thread zum Thema Schleppleinen :wink:

In dem Thread gings ja eher um die Frage, wo man eine gute Schleppleine für kleine Hunde kaufen kann. Seit ich die Biothane-Leine habe, sehe ich das allerdings ein wenig anders. Die ist noch besser. :liebe1: Sie nimmt allerdings mehr Platz weg, d.h. man kann sie nicht einfach zusammenknüllen und in die Jackentasche stecken. Das geht mit der anderen 5m-Schleppleine problemlos. :mrgreen:
Ich möchte also keine von beiden missen, je nachdem, ob zwischendurch abgeleint werden kann oder nicht - was bei uns vom Spazierganggebiet und der Tageszeit abhängt.

Natürlich wäre es klasse, wenn Ellis und Mieke immer frei laufen könnten, wenn es erlaubt ist. Aber wie heißt es so schön:
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Ellis und Mieke sind temperamentvolle, "vielseitig interessierte" Hunde :roll: , von 100%iger Abrufbarkeit sind wir ein klein wenig entfernt. Nicht meilenweit, aber ein klein wenig.
Das zu ändern würde sehr viel Arbeit bedeuten und dazu bin ich ehrlich gesagt nicht bereit. So schlimm finde ich die langen Leinen nicht.

Aber Ruby ist ja erst 8 Monate alt, da ist noch alles möglich. :ja:

lilly hat geschrieben:wer von Euch hat mit einer Schleppleine schon gearbeitet und wie sind Eure Erfahrungen?

Ich finde das Training deshalb so toll, weil sich der Hund an der Schleppleine fast so benimmt wie beim Freilauf. Und für mich ist es ein gutes entspannendes Gefühl zu wissen, daß der Hund nicht einfach abhauen kann. Man kann also sehr schön trainieren. Unser Problem: bei Ellis hatte ich noch keine richtige Schleppleine, sondern nur ein dünnes Kunstoffseil aus dem Baumarkt, das sich ständig verhedderte. Mit ihr habe ich also kein Schleppleinentraining gemacht, als sie jung war und es nötig gewesen wäre. Bei Mieke war das Problem, daß Ellis da war. :roll: Mit ihr habe ich also auch kein richtiges Schleppleinentraining gemacht und das rächt sich jetzt.

Aber die Probleme hast Du ja nicht. Bei euch wird es deshalb besser klappen als bei uns. :mrgreen:
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Re: Schleppleine

Beitragvon agilakies am 20.01.2011, 19:17

Habe bei Solli die Schleppleine (immer kürzer werdend) bis zum 2,5. Lebensjahr angehängt. Ich hatte allerdings immer einen Quietscher in der Tasche, der war interessanter als alles andere. Pucki und Solli sind überalle zu 99% abrufbar. Die lange Zeit hat sich gelohnt. Heute läuft er höchstens die 10 Meter vor, dreht sich um und schaut nach mir. Wichtig ist auch, den Hunden ein Kommando wie Lauf zu geben. Nicht Schleppe dran und renne lassen. Meine müssen absitzen und werden abgeleint, bzw. damals umgeleint. Dann kam das Kommando Lauf und sie durften los. Immer wieder Spielchen einbauen und interessant machen. Dann lernt jeder Hund, Mensch meine Alte ist besser als alles andere. Gedankenlos spazieren gehen geht natürlich auch nicht. Weil einmal geklappt, kann Hund ja so weiter machen. Dieser Erfolg sollt unterbunden werden und mit viel positivem Spiel belohnt werden (oder Lecker). Geduld, Geduld. LG Hilde und die agilakies
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Re: Schleppleine

Beitragvon lilly am 21.01.2011, 17:25

Hallo,

bei uns ist jeder echte Spaziergang mittlerweile eine Trainingseinheit. So vor sich hinträumen ist nicht, das hab ich schnell gemerkt. Wir praktizieren auch das Ab-und Anleinen mit Sitz, Blickkontakt und erst los bei "lauf". Unsere Trainerin in der Hundeschule hat mir auch den Tip gegeben mit hoher Stimme, mehr Action in der Körpersprache und mehr Emotion zu locken und zu loben. Am Anfang kam ich mir etwas doof vor, aber ich muss sagen, wir haben uns sehr verbessert, das klappt jetzt viel besser. Wir üben gerade ganz viel: "Schau" (Blickkontakt) und Fuss (die Konzentration ganz bei mir). Wenn ich es mal geschafft habe, dass sie mit mir läuft, dann klappt das schon gut. Sie lässt sich leicht motivieren aber auch super leicht anderweitig motivieren, d.h. ein interessanter Geruch vom Wegrand und schon folgt sie der Nase. Das ist im Moment unsere Hauptübung:
Dass sie es schafft, sich auf mich zu konzentrieren auch wenn da gerade was gut riecht und dann später wenn halt jemand vorbeiläuft. Der Weg ist weit, ich ahne es. Es gibt halt super Tage und es gibt dann wieder schlechte (heute :-)). Aber wir Menschen sind ja auch nicht jeden Tag gleich gelaunt oder leistungsfähig. Naja, dranbleiben.....wir werden wohl gute Kunden in der Hundeschule sein :lol:

Schönes Wochenende,
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Re: Schleppleine

Beitragvon Chiyo am 22.01.2011, 04:09

Hallo,

lilly hat geschrieben:Der Weg ist weit, ich ahne es.

Wie war das noch: Der Weg ist das Ziel? :mrgreen:

bei uns ist jeder echte Spaziergang mittlerweile eine Trainingseinheit

Das ist sicherlich sehr sinnvoll, aber man sollte auch nicht übertreiben. Es ist sehr anstrengend, sich voll zu konzentrieren. Also lieber mehrere kurze Übungseinheiten pro Spaziergang machen.

d.h. ein interessanter Geruch vom Wegrand und schon folgt sie der Nase.

Das ist eine super Möglichkeit, sie zu belohnen. Sie soll ein bißchen Fuß laufen (oder sitz, platz machen) und zur Belohnung darf sie dann schnuffeln, wo sie möchte.

Ein Spaziergang soll ja auch Spaß machen und für Mensch und Hund entspannend sein.

So vor sich hinträumen ist nicht, das hab ich schnell gemerkt.

Deshalb mag ich lange Leinen so sehr: ist der Hund an der Leine, darf der Mensch vor sich hinträumen. :liebe1: Natürlich nur, wenn man auch beim Träumen noch alles mitkriegt: Radfahrer und Jogger von allen Seiten, die Pizza, Brezel oder Kacke im Gebüsch und all die anderen Dinge, die für Kurzweil sorgen. :mrgreen:

wir werden wohl gute Kunden in der Hundeschule sein

na, ich weiß nicht ... :roll: aber vielleicht möchtest Du später ja Hundesport machen und bleibst deshalb der Hundeschule treu.
Ansonsten seid ihr doch auf einem sehr guten Weg. Alles, was Du beschreibst, ist völlig normal für Lillys Alter.
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Re: Schleppleine

Beitragvon lilly am 03.02.2011, 13:55

Hallo,

meine Schleppleine ist schon wieder kaputt (war an zwei Stellen die Kunststoffummantelung angenagt, jetzt fransen diese Fäden innen aus, sie wird also bald reißen). Ich nehme immer diese 10 m Kunststoffvariante, weil ich diese immer noch leichter finde als die Biothaneleine.

Eigentlich ist das ja nix anderes als eine Wäscheleine mit Karabinerhaken. Hat schon jemand so eine Leine selbstgemacht?
Bin zwar nicht so der Bastler, aber man müsste ja nur den Haken irgendwie sicher befestigen können...... :roll:

Vielleicht probier ich das mal aus, finde diese Leinen mit € 20 ganz schön teuer.....und wir haben die ja mehrmals täglich in Gebrauch.....

Liebe Grüße aus der nebligen, kalten Pfalz :cold:
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Re: Schleppleine

Beitragvon orchidee76 am 03.02.2011, 14:33

Also ich persönlich halte nicht viel von selbstgebastelten Leinen ,wenn es darauf ankommt soll die Leine ja auch halten.
Und von diesen Schnürchen Leinen halte ich noch weniger. Durch die Reibung im Gras nutzt sie sich sehr schnell ab,und ein schneller Neukauf ist wohl oder übel die Folge. Ich benutze hin und wieder diese Schleppleinen sie sind sehr robust und halten einiges aus und sie gehen nicht so schnell kaputt bzw,ich habe meine jedzt schon 4 1/2 Jahre !

http://www.amazon.de/Trixie-19911-Schle ... B000WFFA0I

Edith: Man sollte vielleicht auch noch erwähnen für welchen Zweck man sie braucht. Die Schnürchen Leinen eignen sich sicherlich gut um einen jungen Hund daran zu gewöhnen in Abrufbar zu machen aus Distanzen ,da sich der Hund dann nicht angeleint fühlt.
Ich denke beide Leinen haben wohl Vor und Nachteile :mrgreen: :wink:
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Re: Schleppleine

Beitragvon Chiyo am 03.02.2011, 15:15

lilly hat geschrieben:Eigentlich ist das ja nix anderes als eine Wäscheleine mit Karabinerhaken. Hat schon jemand so eine Leine selbstgemacht?

Hallo,

unsere allererste Schleppleine war ein Kunststoffseil aus dem Baumarkt, Karabiner drangeknotet, Handschlaufe drangeknotet. Das hätte vielleicht sogar funktioniert, wenn sich das Teil nicht so entsetzlich verheddert hätte. :shock: :? :mrgreen:

Das sah so aus: mit der 2m-Leine bis zum Wald, Schleppleine aus der Tasche holen, 10 Minuten Knoten lösen, Schleppleine am Hund befestigen, auf geht´s.
Jemand kommt entgegen, Hund rufen, Leine aufwickeln. Der Mensch ist vorbei, 10 Minuten Knoten lösen, weiter geht´s mit dem Spaziergang.
Nach dem 4. Knoten hatte ich genug (Ellis auch: welcher Hund wartet schon gerne so lange?) und stieg wieder auf die 2m-Leine um.

Ich habe, wie man sich denken kann, diese Leine nicht oft benützt. :roll: Mein Fazit war klar: Schleppleine ist Sch...., ich bin dafür völlig ungeeignet, weil ich einen Gordischen Knoten nach dem nächsten produziere. :?

Ein Jahr später oder so habe ich dann eine Schleppleine gekauft und überrascht festgestellt, daß es damit das Knotenproblem nicht gab. Die Leine verheddert sich nicht. Und wenn sie sich doch mal verheddert, löst sie sich entweder von selbst wieder (z.B. wenn sie ums Hundebein gewickelt wurde und die Spannung weg ist) oder sie läßt sich leicht lösen.
Ich finde sie leicht und haltbar, man kann sie zusammenwickeln, in die Jackentasche stecken, rausholen und benutzen - kein lästiges Verknoten. Ich wickele sie auf und wickele sie ab, auf und ab - kein Verknoten.

Die gekaufte Schleppleine hat meine Nerven in keiner Weise strapaziert, ganz anders als das Kunststoffseil vom Baumarkt. :ja:
Es gibt sie in 5m Länge und in 10m-Länge. Ich habe eine breite Handschlaufe dran befestigt, damit sie bequemer in der Hand liegt und die 5m-Leine als ganz normale Leine beim Spaziergang benutzt - bis ich die Biothaneleine gekauft habe.

Ich halte die Schleppleine immer in der Hand, lasse sie nicht hinterherschleifen, aber manchmal wickele ich sie nicht auf, wenn der Untergrund trocken ist. Dann schleift sie über den Boden, bleibt mal an Steinen oder Ästen hängen. Das hat sie bislang gut überstanden. Ich behaupte also einfach mal, daß sie ziemlich haltbar ist. Allerdings habe ich auch kein "Nagetier", das Leinen anknabbert. :mrgreen:

Ob und wie sich die Biothaneleine bewährt, kann ich noch nicht beurteilen, weil ich sie noch nicht so lange habe.
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Re: Schleppleine

Beitragvon lilly am 03.02.2011, 16:10

Hallo,

ja, das Verheddern ist wahrscheinlich das Problem, da hast Du Recht. Daran hatte ich nicht gedacht. Meine jetzige Leine verknotet sich auch kaum, eigentlich ist sie super. Vielleicht investiere ich doch nochmal in die selbe Leine und muss halt aufpassen, dass sie nicht wieder angeknabbert wird........

Gestern hatten wir übrigens Einzelstunde erst im Haus und dann draußen. War mal wieder sehr lehrreich. Hab ich doch immer gedacht, mein Rubyschatz liebt mich doch so sehr, weil sie mir ständig hinterherläuft daheim. Weit gefehlt......das hat mit Bindung wohl nichts zu tun, das ist reine Kontrolle. Es hat mich auch nie besonders gestört, wenn sie überall mit hin marschiert, mal eben auch kurz zum Kühlschrank reinguckt. Ich hab mir mal überlegt, dass ich das bei einem großen Hund gar nicht zugelassen hätte. Bei einem kleinen Hund stört das ja nicht so und man findet es auch noch süß.

Ruby muss jetzt: raus aus der Küche wenn wir kochen, wir üben ins Körbchen gehen und bleiben (ganz doof, da sieht man gar nicht alles), Tür vor der Nase zumachen im Haus, in den Garten auch nur noch mit der Schleppe (weil sie kommt da gar nicht wenn ich sie rufe....) und, und, und. Die Trainerin meint, wenn sie sich zu Hause mehr zurücknehmen muss (muss sie momentan so gut wie gar nicht) dann wird das draußen wohl auch schnell besser. Sie kennt halt die Grenzen nicht. Am Samstag hat sie in der Huschu eine Shepardhündin wüst angefallen, weil sie die anscheinend nicht leiden konnte. Die Shepardhündin war so verdutzt, dass sie gar nicht reagiert hat und Ruby hatte das ganze Maul voller Fell!!! Das sich zurücknehmen ist halt wichtig für überall....Ja die süße Hundemaus (hat es faustdick hinter den Ohren :engel2: ) und das ist gut so. :D
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Re: Schleppleine

Beitragvon Chiyo am 05.02.2011, 02:08

Hallo,

lilly hat geschrieben:... weil sie mir ständig hinterherläuft daheim. Weit gefehlt......das hat mit Bindung wohl nichts zu tun, das ist reine Kontrolle.

ach, man muß den lieben Kleinen ja nicht immer gleich das Schlechteste unterstellen. :roll: :lachen:
Lakies sind neugierig und wollen wissen, was vor sich geht. Im Haus findet nun mal die Action da statt, wo sich der Mensch befindet. Da ist es naheliegend, dem Menschen hinterherzulaufen, wenn man nicht allzu müde ist und nichts besseres zu tun hat. Stimmt´s? :mrgreen: Außerdem könnte etwas Eßbares runterfallen. :ja:

(Ellis träumt sicher noch heute von jenem Tag, als Frauchen, also ich, von 10 Brötchen Semmelknödel machen wollte und als erstes ein Brötchen zu Boden warf, was zur Folge hatte, daß Ellis ein Brötchen mampfen konnte und nur 9 Brötchen zu Semmelknödel verarbeitet wurden. :roll: Sowas kann schließlich jederzeit wieder passieren und dann ist es ärgerlich, wenn der Hund im Körbchen im anderen Zimmer liegt und nicht rechtzeitig zur Stelle ist.)


Es hat mich auch nie besonders gestört, wenn sie überall mit hin marschiert, mal eben auch kurz zum Kühlschrank reinguckt. Ich hab mir mal überlegt, dass ich das bei einem großen Hund gar nicht zugelassen hätte. Bei einem kleinen Hund stört das ja nicht so und man findet es auch noch süß.

Der Unterschied ist einfach der, daß große Hunde fast überall rankommen.Vor denen ist nichts sicher, weder auf dem Tisch, dem Küchenschrank noch auf dem Herd. Deshalb sind bei großen Hunden strengere Regeln nötig, wenn der Mensch hin und wieder auch noch etwas essen möchte. :mrgreen:

wir üben ins Körbchen gehen und bleiben

Das ist eine gute, sehr wichtige Übung, ganz klar. :ja:

in den Garten auch nur noch mit der Schleppe (weil sie kommt da gar nicht wenn ich sie rufe....)

Bei euch gibt´s keine Sträucher und Bäume, um die sich die Leine wickeln kann? :shock:

Daß sie gar nicht kommt, wenn Du rufst, ist natürlich nicht sehr nett. Das sollte aber eigentlich mit ein paar Leckerchen und häufigem Üben klappen.

Sie kennt halt die Grenzen nicht.

Ein paar Regeln können nicht schaden, das stimmt. Aber mir scheint, daß der Hund einfach sehr häufig keine Ahnung hat, was der Mensch eigentlich möchte. (Kann natürlich auch sein, daß Mieke mich immer nur so anguckt, als hätte sie keine Ahnung, was ich will. :lachen: )

Ruby hatte das ganze Maul voller Fell!!!

Ja, so dichtes Fell ist sehr praktisch. :D Schade, daß man solche Szenen nicht auf Video hat und sich in Zeitlupe ansehen kann. Dann könnte man vielleicht erkennen, was zwischen den beiden vorgefallen ist und würde verstehen, weshalb Ruby auf die Hündin losging. Es ging nicht um Futter, Spielzeug oder um Dich?

Das sich zurücknehmen ist halt wichtig für überall.

:ja:

Irgendwie habe ich mir schon sehr oft vorgenommen, die entsprechenden Übungen mit Mieke zu machen. Vielleicht schaffe ich es noch, bevor sie an Altersschwäche stirbt. :oops:

Ja die süße Hundemaus (hat es faustdick hinter den Ohren :engel2: ) und das ist gut so. :D

:xmas18:
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